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Japan – Die Organisation (1/3)

Die Organisation #1: Die wichtigsten Schritte

Ich rate jedem, der eine längere Reise nach Japan plant allerspätestens ein halbes Jahr im Voraus mit der Planung anzufangen, da man die organisatorische Seite gerne unterschätzt und sich manche Behördengänge wirklich in die Länge ziehen können.



1. Was möchte ich in Japan machen?

Zuerst sollte man sich überlegen: Was will ich eigentlich in Japan erleben und machen?

Setzt euch außerdem mit eurem Budget auseinander, denn die Kosten variieren und ihr dürft nicht außer Acht lassen, dass noch Versicherungs- und Verpflegungs-, sowie Tranportmittelkosten auf euch zu kommen.

Ich mache 14 Wochen einen Sprachkurs bei GenkiJACS und danach arbeite ich ca. 12 Wochen  WWOOF bei einer Gastfamilie auf einer organischen Farm mit.

Natürlich kann sich jeder seinen Aufenthalt selbst zusammen stellen.

Manche Städte bieten Austauschprogramme an, ein Sprachkurs ist nicht immer zwingend Pflicht, um an einem Programm wie WWOOF teilzunehmen.

Allerdings rate ich dazu, denn selbst wenn ihr gut Englisch sprecht, die Beschilderungen sind nur in Großstädten mehrsprachig und auch dort nicht überall. Es muss kein so umfangreicher Sprachkurs sein, wie der, den ich mache, aber die Kana sollte man lesen können und einfache Sätze sind für den Alltag einfach unglaublich hilfreich.

Es gibt auch andere Sprachschulen und Organisationen, allerdings solltet ihr immer sicher stellen, dass es sich um seriöse Anbieter handelt.

Und nicht alle Programme bieten Unterkünfte und Gastfamilien an.

Informationen zu sämtlichen Möglichkeiten, nach Fernost zu Reisen, könnt ihr auch bei der Japanischen Botschaft erfragen. Wenn ihr Fragen habt, dort findet ihr mit Sicherheit alle Antworten, die ihr braucht. Die Leute dort waren auch wirklich immer sehr freundlich und hilfsbereit und konnten mir immer weiterhelfen.

Wenn ihr euch entschieden habt, mit welcher Organisation ihr nach Japan reist, lege ich euch ans Herz, euch als nächstes schon um die Versicherung und den Reisepass zu kümmern, denn das hat zumindest bei mir ewig gedauert.

2. Reisepass

Einen gültigen Reisepass könnt ihr im lokalen Bürgerbüro beantragen, wenn ihr noch keinen habt.

Bis der Reisepass fertig zum Abholen ist, kann es allerdings ein bis zwei Monate dauern.

Den Reisepass benötigt ihr auch, um das Visum zu beantragen.

3. Versicherung

Was ist wichtig bei den Versicherungen?

– Auslandskrankenversicherung (Wichtig hierbei der Krankenrücktransport, sowie angemessen hohe Limits für Arztbehandlungen)

– Haftpflichtversicherung

Achtung: Eine Reiseversicherung ist nicht dasselbe wie eine Auslandskrankenversicherung, da müsst ihr aufpassen!

Es gibt kein größeres bürokratisches Hindernis als die Versicherungen. Es dauert mitunter einen Monat bevor ich überhaupt Informationsunterlagen oder eine Antwortmail erhielt!

Bis euer ausgefüllter Antrag dann bearbeitet wurde… ach, ich will gar nicht darüber nachdenken.

Vor allem braucht ihr gültige Versicherungsunterlagen, um ein Visum zu beantragen.

Vergleichen lohnt sich.

Manche Organisationen, z.B. GenkiJACS, bieten eigens Versicherungstarife an.

Aber auch im Internet gibt es viele zwielichte Seiten, hier könnt ihr euch auch wieder bei der Botschaft informieren.

Anderweitig könnt bzw. solltet ihr euch bei eurer eigenen Versicherung bzw. der, eurer Eltern erkundigen.

Bei meiner Versicherung, der AOK, informierte ich mich in der örtlichen Filiale, jedoch war mir der Tarif mit 80€ einfach zu teuer.

Bei der HanseMerkur, die übrigens die Versicherung war, die am schnellsten geantwortet hat, gibt es einen guten Rundum-Tarif für Kranken- und Haftpflichtversicherung, mit ca. 60€ pro Monat oder ein Krankenversicherungsangebot für ca. 36€.

Da die Haftpflichtversicherung meiner Eltern für mich auch Auslandsaufenthalte abdeckt, brauchte ich lediglich eine Auslandskrankenversicherung. Den besten Tarif habe ich bei der DKV gefunden. Für mich Jahrgang 1994 mit ca. 35€ pro Monat.

Das ist allerdings nur eine Auslandskrankenversicherung, die Haftpflichtversicherung ist nicht miteinbegriffen!

Es gibt jede Menge Versicherungen und jede Menge Tarife.

Da Japan eines der Länder ist, in denen die Behandlungskosten sehr hoch sind können die Tarife variieren, also macht euch schlau, bevor ihr einen Antrag stellt.

Meine Neuentdeckung: mawista.com

4. Flugticket

Sobald ihr wisst, wann es losgehen soll, solltet ihr einen Flug buchen.

Je früher ihr bucht, desto weniger kostet es.

Preise vergleichen lohnt sich, doch ihr solltet auf eines achten.

Manche Tickets sind verlockend billig, dafür fliegt ihr aber dann über unmögliche Umwege und habt oft einen Nachtaufenthalt in Amsterdam, Wien oder Hong Kong. Das Geld, dass dieses Flugticket weniger kostet, ist den Stress und die anfallenden Hotelkosten meiner Meinung nach nicht wert, allerdings bleibt das jedem selbst überlassen.

Ich habe mir ein Flugticket für Hin- und Rückreise im Reisebüro besorgt.

Mein Flug geht startet in München über Frankfurt nach Tokyo und dann schließlich nach Fukuoka.

Gezahlt habe ich für ein Lufthansaticket ca. 1100€. (Die Preise können jedoch ebenfalls stark variieren)

Den Rückflug könnt ihr auch erst später buchen, aber mir war es lieber schon ein Ticket in Händen zu halten. Umbuchung wäre notfalls schließlich auch noch möglich.

Achtet auf die Zeitverschiebung!

Lasst euch mindestens einen Tag Zeit, um euch an die dortigen Umstände anzupassen, bevor ihr ein mordsmäßiges Jetlag bekommt.



5. Visum 

Ein Visum könnt ihr bei der Japanischen Botschaft beantragen.

Am Besten ihr schreibt eure Botschaft an und fragt an, was ihr für das Visum alles vorlegen müsst.

Einige Formulare findet ihr auf der Internetseite.

Außerdem braucht ihr:

– Vermögensnachweis

– Versicherungsunterlagen

– Passfoto

– Plan über eure Aufenthaltsgestaltung

– Flugticket

Generell dauert es ein bis zwei Wochen bis das Visum ausgestellt wird.

Damit habt ihr das Wichtigste für eure Japanreise erledigt.

Natürlich gibt es noch viel vorzubereiten, aber damit seid ihr rechtlich und versicherungstechnisch voll ausgerüstet und habt ein Programm und Unterkunft vor Ort. 

Diese Organisationsprozesse brauchen alle ihre Zeit, also fangt möglichst früh damit an.

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