Allgemein · Japan

Reisetagebuch – Nagasaki Lantern Festival

Im Rahmen eines Schulausflugs meiner Schule in Japan(GenkiJACS) sind wir zu dem berühmten Laternenfest in Nagasaki gefahren. (Leider mit einem recht ungünstigen Zeitrahmen von 14 bis 20 Uhr, womit wir so einige richtig tolle Shows verpasst haben.)

Auch wenn ich nicht alle Shows sehen konnte, das was ich gesehen habe war märchenhaft!

Doch was ist das für ein Fest? Und warum feiert man es? 

Nagasaki war schon immer eine strategisch wichtige Handelsstadt, durch seine Häfen und seine Nähe zu China und Korea. Deswegen gibt es auch einen hohen prozentualen Anteil nicht-japanischer Bevölkerung, vor allem Chinesen, die ihre eigene Chinatown errichteten. Kulinarisch, architektonisch und kulturell ein Stück Heimat. Die Chinesen feiern ihr Neujahr zu einem anderen Zeitpunkt als wir. Dazu schmückten sie in Chinatown alles mit Lampions und Laternen, beleuchteten die Gassen und Straßen und feiert die ganze Nacht hindurch. So ein schönes Spektakel blieb nicht lange für sich. Die magische Atmosphäre lockt seither Touristen und Besucher von weither. Bald breitete es sich über die ganze Stadt aus und ist seit 1994 als „Nagasaki Lantern Festival“ bekannt.

Während des Festivals sind die Straßen mit beeindruckenden Lampions und Laternen geschmückt, es gibt Straßenstände mit chinesischem Essen, Paraden, Konzerte Tänze und chinesische Akrobaten zu bestaunen. Die Straßen sind gut gefüllt mit Besuchern, vor allem nachts. Das Festival beginnt am 31. Januar und endet am 14. Februar und ist Nagasakis größtes Fest in der Wintersaison.

(Quellen: http://www.japan-guide.com/ad/nagasaki/ und http://www.at-nagasaki.jp/foreign/english/ranfes/)

 

 

 

 

 

Nagasaki ist eine vielfältige und bunte Stadt. Von den Atombomben des zweiten Weltkriegs sind außer Mahnmälern und Museen keine Spuren geblieben. Auch wenn die Beziehung China-Japan geschichtlich nicht gerade positiv geprägt ist, hier ist das Gefühl des Miteinanders wichtiger als alte Konflikte.  Die Stadt ist heute fröhlich und lebendig – und stolz auf ihr Multikulti.

Falls ihr die Gelegenheit habt, lasst euch dieses zauberhafte Stück China in Japan nicht entgehen!

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