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[Rezension] Zeitlose – Simeons Rückkehr von Eva-Maria Obermann

Ich habe ein Buch beendet und ich bin wieder mal ein bisschen verliebt. *seufzt glücklich*

Und zwar handelt es sich bei diesem Schätzchen um „Zeitlose – Simeons Rückkehr“ von der famosen Eva-Maria Obermann, die als schreibtrieb, selbst bloggt.

Das Buch ist im „Schwarzer Drachen Verlag“ erschienen und kostet als Taschenbuch* 9,90€ und als Ebook* 4,99€. Das Genre lässt sich nicht so leicht festlegen, denn es ist eine verträumte, fantastische Geschichte mit Spuren von Romantik. Irgendwie Urban Fantasy, aber irgendwie doch etwas ganz Eigenes.

Ich habe das Buch auf lovelybooks im Rahmen einer Leserunde als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen lieben Dank dafür!

Hier ist die Rezension in Videoform!

Diese Rezension ist wie immer spoilerfrei 🙂

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Meine Katze möchte sich nicht fotogen neben das Buch setzen 😦

Worum geht’s?

Dora hat seltsame Träume, die sich anfühlen wie die Realität. Aber sie weiß, dass es nicht ihre Realität ist, denn sie lebt im 21. Jahrhundert, studiert, arbeitet in einem Kindergarten und ist in einer glücklichen Beziehung mit Oscar. In den Träumen hingegen ist sie Nancea, eine einfach Magd in einer mittelalterlich anmutenden Welt. Und sie verliebt sich dort in Simeon. Als Dora dann im realen Leben einen Mann trifft, der genau so riecht und dieselben Augen hat wie Simeon, ist sie vollends verwirrt. Was bedeuten ihre Träume und was bedeutet das schreckliche Ende, das Nancea und Simeon im Traum ereilt für Dora in der Wirklichkeit?

Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber es wird mindestens noch zwei weitere Bände geben. Die Geschichte an sich geht nämlich noch weiter, aber es gibt keine fiesen Cliffhanger.

  • Meine Meinung:

Das Cover ist sehr schön und unterstreicht die verträumte, mystische Atmosphäre des Buchs. Einzig die Schriftart und Platzierung des Verlagslogos finde ich nicht ganz so gut.

Ich mag es, wenn Bücher sich nicht eindeutig in ein Genre einordnen lassen. Bereits früh beim Lesen wurde klar, dass wir hier eine philosophisch anmutende Geschichte mit fantastischen und romantischen Elementen haben. Es geht auch um Selbstfindung, Träume und Wünsche. Dass Eva-Maria Obermann sich viel mit Literatur beschäftigt merkt man, denn man fliegt – getragen vom luftig, wolkigen Schreibstil – ganz lockerleicht durch die Geschichte hindurch. Dabei mangelt es nie an Sprachgewandheit oder Augenzwinkern. Die Traumszenen wechseln sich fabelhaft mit den Szenen aus Doras Alltag ab, sodass man selbst in den spannenden Strudel und der Frage nach der Realität und dem Ursprung dieser Vermischung hineingezogen wird.

Ich bin kein Freund von Kitsch und allzu viel Schnulzereien – ich bin als Single sehr zufrieden und brauche keine Beziehung, um mit meinem Leben zufrieden zu sein. Aber Eva schafft hier etwas sehr Gemeines. Sie beschreibt die Liebe, das Zusammensein so umfangreich, liebevoll und unterschwellig, dass einem ganz warm ums Herz wird und man sich in jemandes Arme kuscheln möchte. Das Buch ist gefühlsbetont, aber ohne einem die Emotionen ins Gesicht zu klatschen. Der Schreibgrundsatz „Show, don’t tell“ ist meiner Meinung nach wunderbar gelungen, denn es wirkt nie überladen und plump sondern immer wie ein feiner Hauch, ein leichtes Kribbeln. Es ist definitiv ein Wohlfühl-Buch und auch beim Zuklappen am Ende hatte ich ein Lächeln auf den Lippen. (Obwohl ich gespannt auf Band 2 bin)

Dennoch mangelte es auch nicht an Spannung, Geheimnissen und einer kleinen Portion Action. So wohltuend und balsamierend die schönen Szenen waren, so schmutzig und schmerzhaft waren die Szenen, in denen Nancea oder Dora leiden mussten. Ich habe richtig mitgefiebert.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, lediglich das „Böse“, war mir eine Spur zu eindimensional, auch wenn die Beweggründe schon Sinn ergeben haben.

Dora, unsere Protagonistin, war sehr sympathisch in ihrer neugieren Art, ihrer Nachdenklichkeit und ihrem Wunsch einerseits Nancea zu helfen, aber andererseits ihren eigenen Weg zu gehen. Obwohl Dora und Nancea durch die Geschichte hindurch verbunden waren, wirkten beide eigenständig und lebendig, auch wenn sie einige Ähnlichkeiten teilten.

Simeon war ein strahlender Charakter mit einem goldenen Herz und seine Leidenschaft und seine Hingabe für Nancea war absolut hinreißend.

Nathan, der mysteriöse Mann, brachte ein wunderbare Portion Düsternis und Gefährlichkeit in die Geschichte. Dennoch zeigte er seine nachdenkliche Seite und eine Tiefe und Entschlossenheit, die ihn durchaus sympathisch machten.

Oscar & Jonathan waren absolute Goldschätze! Ich möchte sie adoptieren und verhätscheln und drücken. *Mutterinstinkt aktiviert*

Ich fand auch toll, dass Eva einige Inhalte aus dem Studium und ein bisschen Literaturwissenschaft eingewoben hat, ohne dass es großartig aufgefallen ist.

Was hat mir nicht so gut gefallen? Das Böse in der Geschichte, aber hierzu will ich nicht spoilern, deswegen sage ich an dieser Stelle nicht mehr dazu. Die Geschichte hätte sich beim Ende ruhig noch ein bisschen mehr Zeit lassen können, finde ich. Im Buch wurde viel reflektiert und nachgedacht und das bleibt am Ende ein bisschen zurück bzw. wir werden vermutlich auf weitere Bände vertröstet.

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Du sollst in die Kamera schauen, Kater! Mhm, so wird das nichts mit der Grumpy Cat Nachfolge!

Eine Meinung reicht euch nicht? Dann werft doch einen Blick auf den Blog der lieben   Buchstabenträumerin und lest ihre  Rezension!

  • Fazit:

Von mir gibt es für „Zeitlose – Simeons Rückkehr“ eine klare Leseempfehlung. Das Buch war wunderbar geschrieben, die Geschichte war interessant und spielte mit allerlei Elementen aus verschiedenen Genres. Für mich war es ein tolles Lesevergnügen und ich freue mich sehr auf den nächsten Band und weitere Projekte von Eva. Am Besten fand ich die Story, den Schreibstil und den Erzählstil. Die Figuren waren gut gezeichnet und sympathisch, einige Abzüge gibt es jedoch – der ein oder andere Charakter war für meinen Geschmack ein bisschen zu klischeehaft. Da ist noch Luft nach oben!

Eine fluffige, süße, philosophische, vielseitige, fantastische, romantische Geschichte, die einen richtig in den Bann zieht. Dafür gibt es von mir 4,5 Seesterne.

4,5seesterne

 


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Ein Kommentar zu „[Rezension] Zeitlose – Simeons Rückkehr von Eva-Maria Obermann

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