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[Rezension] Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterling

Die liebe Eva von schreibtrieb ist nicht nur eine gute Freundin, ein Vorbild und eine ganz liebe Person, sondern auch Autorin (und schreibt ihre Doktorarbeit!). Ich habe bereits ihren Urban Fantasy Roman „Zeitlose – Simeons Rückkehr“ gelesen und freue mich schon auf Band 2 davon.

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Auch dieses Buch von ihr hat sie mir mit einer lieben Widmung geschenkt, ein weiteres signiertes Exemplar durfte ich zu meinem 100 Abo Special auf Youtube verlosen.

 

Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterlinge

Worum geht’s?

Ihrem langjährigen Freund Jan zuliebe zieht Miri mit ihm für seinen Job nach Mingheim, ein kleines idyllisches Dorf irgendwo im Nirgendwo. Ein Albtraum für die Großstädterin! Alles zurückgebliebene, konservative Spießer denkt sie. Ihre Nachbarin Ella, eine junge, schwangere Dorfmutti mit bereits einem Kind ist offen und freundlich zu Miri. Aber eigentlich will Miri nichts wie weg und versucht anfangs nicht einmal sich auf den neuen Ort und die Leute dort einzulassen. Das führt natürlich zu Konflikten mit ihrem Freund Jan und es hilft der kriselnden Beziehung nicht, dass Miri Ellas Bruder Jonathan kennenlernt, der ihr Herz wie wild flattern lässt. Womit Miri nicht rechnet: Einige Ereignisse werden ihr Leben komplett auf den Kopf stellen.

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Meine Meinung

Auch wenn sie in letzter Zeit sehr oft auf Buchcovern zu sehen sind – ich mag Schattenschnitte! Die junge Frau, die mit den Schmetterlingen tanzt vermittelt Leichtigkeit und Verträumtheit und passt sehr gut zur Geschichte. Der Hintergrund ist mir ein bisschen zu bunt und vollgestopft, aber das ist ja Geschmackssache.

Ich bezeichne Eva nicht umsonst oft als Vorbild und bin so ein Fan von ihr. Ich mag ihren leichten, schwungvollen und dynamischen Schreibstil. Sie versteht es wunderbar lebendige und liebenswerte, aber auch unsympathische Charaktere zu zeichnen und schnöde Alltagssituationen ansprechend zu formulieren. Bereits bei „Zeitlose“ waren die romantischen Szenen zum Dahinschmelzen schön beschrieben und auch die Gefühle bringt sie einfach mit ihren Worten so toll rüber. Mir war nach dem Lesen wieder ganz warm und wohlig in der Magengegend.

Der Inhalt fing recht gewöhnlich an und nahm eine spannende Richtung. Es gab mehrere recht unerwartete Wendungen, viele Momente zum Schmunzeln, zum Augenvedrehen und zum glücklich-verliebt Seufzen. Auch wenn das Buch romantisch daherkommt, steht Miris Entwicklung und ihre komplizierte Beziehung zu Nachbarin Ella im Vordergrund. Mir gefallen die feinen Nuancen der Beziehungen, die vielen relevanten Themen, die Eva scheinbar beiläufig in die Geschichte hineinwebt. In knapp 200 Seiten so viele Aspekte des Lebens anzuschneiden war ziemlich cool und es wirkte nicht unabgeschlossen. Es hat einfach gepasst. Lediglich ein Punkt hat mich etwas gestört, den ich hier nicht weiter erwähne. Als oller Liebhaber von Mysterien und Geheimnissen war mir die alte, stark duftende Dame mir doch zu schnell wieder abgehandelt (diejenigen, die das Buch kennen, wissen vermutlich wovon ich rede). Ellas Schmetterlingstheorie ist auf jeden Fall etwas, woran ich noch häufig denken werde.

Die Charaktere waren wahrlich zauberhaft. Miri war schön zickig, irgendwie stürmisch aber intelligent und gewitzt. Ella war einfach Honig pur und bewunderswert in ihrer selbstsicheren Zielstrebigkeit. Jan war der etwas unverständnisvolle, aber eigentlich nette Kerl und Jonathan der etwas geheimnisvolle Retter in Not. Sehr gerne mochte ich den Bankangestellten Cem, der einfach Charme hatte. Alle Charaktere waren lebendig, liebevoll, jeder hatte seine kleinen Dämonen.

Das Ende fand ich so herrlich unkonventionell, liebevoll und zeitgemäß. Ich finde schöner hätte man dieses Buch gar nicht beenden können!

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Der Herbst kommt! Mit flauschiger Därmel (= Decke mit Ärmeln) und heißer Schokolade in Buchform aber kein Problem

Mein Fazit:

Das Buch war ein kurzes, angenehmes Lesevergnügen mit vielen kleinen Weisheiten und starken Botschaften. Die Geschichte ist teils realistisch, teils aberwitzig, aber auf jeden Fall liebenswert und süß. Es liest sich leicht und angenehm wie Schmetterlinge und hinterlässt das Gefühl als hätte man eine heiße Schokolade getrunken. Das Buch eignet sich super für Zwischendurch und alle, die eine kurzweilige Unterhaltung suchen, die nicht vor Klischees und Kitsch tropft. Von mir gibt es vier blubbernde Seesterne.

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Ein Kommentar zu „[Rezension] Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterling

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