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Rückblick: Frankfurter Buchmesse 2017

Ich war bereits zum dritten Mal auf der Frankfurter Buchmesse, zum ersten Mal als Bloggerin, Youtuberin und mit zahlreichen Kontakten und altbekannten Gesichtern, die ich treffen durfte. Es war ein Fest, ein zuckersüßes, buntes, buchiges und kreatives Chaos. Wie jedes Jahr habe ich viel gesehen, viel geplaudert und einige tolle neue Menschen kennen gelernt, Kontakte geknüpft und Projekte geplant.

Wer mich ein bisschen begleiten möchte, hat in meinen drei Vlogs Gelegenheit dazu – oder durchforstet meine twitter Timeline (ich war wieder hyperaktiv).

In Vlog Nummero Eins zeige ich euch eine vergleichsweise leere Messe von Mittwoch bis Freitag, einige Vorträge und bunte Bilder.

 

 

Im zweiten Vlog kommt das proppenvolle Messe-Erlebnis samt wackeliger Kamerabilder – das muss ich noch üben! Mit Highlights wie dem Buchblogger-Treffen und dem Booktuber-Treffen.

 

Was für Goodies, Flyer, Lesezeichen und Bücher abgestaubt habe, könnt ihr in Vlog Nummer 3 nachschauen.

Und während die Messe für mich ein traumhaftes Erlebnis war, so gab es in all dem bunten Gewimmel und den blendenden Lampen und beleuchteten Fassaden, auch dunkle Schatten.


 

Lauter tolle, liebe und freundliche Buchmenschen. Die Welt wäre vielleicht ein besserer Ort, wenn es die ein oder andere Person öfter gäbe. Aber leider besteht die Buchmesse nicht nur aus diesen wundervollen Leuten.

Ich saß Samstag mit ein paar lieben Leuten der BartBroAuthors beim Essen, viel zu beschäftigt mit ratschen, kichern und plaudern. Erst später am Abend, auf der Toilette, wenn man doch wieder kurz einen Blick auf das Handy wirft, spülte es mir erste Berichte über rechte Ausschreitungen in die Timeline auf twitter. Ich war entsetzt und schockiert. Ich hatte zur Kenntnis genommen, dass ein rechter Verlag auf der Buchmesse ausstellen konnte – dass jedoch eine ganze Schar an Nazis ungehindert ihre Parolen grölen und für Tumulte sorgen konnte, das hat mich sehr erschrocken. Manchmal bin ich wohl ein bisschen blauäugig was das angeht. Es hat gezeigt, dass eine Diskussion nicht möglich ist, dass es in Gewalt und Hass ausartet. Ich hoffe, dass die FBM ihre Konsequenzen daraus zieht und nächstes Jahr keinen Platz mehr für diese Verlage anbietet. Wenn es um das Geld geht, dann finden sich sicherlich andere Sponsoren oder man macht es über den Ticketpreis.

Ich weiß nicht, was ich groß zu dem Thema sagen kann, denn die treffenden Worte haben bereits andere gefunden, weshalb ich ihnen die Bühne überlasse.

Menschenfeindlichkeit, Homophobie und Rassismus sind keine Meinungen. – Anna von Ink of Books.

 

Ich hätte mir gewünscht, dass die FBM sich bei allen Betroffenen rechter Gewalt auf und während der Veranstaltung öffentlich entschuldigt. – Inktroversion.

 

Doch selbst die Meinungsfreiheit stößt an ihre Grenzen, wenn die Würde eines anderen verletzt wird. Dieser Punkt ist erreicht, wenn bestimmte Gruppierungen, Vereine, Parteien usw. andere Menschen als Müll oder ähnliches bezeichnen. – Nise von kitsunebooks.

 

So lange wir laut werden, wenn es sein muss, und trotzdem die großartigen Momente der Messe genießen können, gewinnen wir. Weil wir uns nicht einschüchtern lassen und dennoch weitermachen. Ja, das ist leicht gesagt, von der sicheren Warte aus. Und ich hoffe, dass ich im richtigen Moment mutig genug bin, den Mund aufzumachen und klug genug, ihn zuzulassen, wenn es sein muss. – Eva von schreibtrieb.

 

Wir als Blogger haben mit unseren Blogs und anhängigen Social Media Kanälen eine Plattform, eine Stimme. (…) Ich würde mich freuen, wenn andere Blogger*innen nachziehen. – Mareike von Bücherkrähe.

 

Und ich bin dankbar dafür, dass ich in meiner „Bloggerblase“ liebevolle, weltoffene und  tolle Menschen haben darf.

Jeder, der rechte Parolen feiert – AfD, Pegida und wie der ganze braune Mist heißt, unterstützt – darf sich gerne eine anderen Sandkasten zum Schäufelchen werfen aussuchen. Auch Nazis brauchen manchmal eine helfende Hand – in ihrem Gesicht. (Das soll keine Aufforderung zu Gewalt sein, ich bin nur wütend.)

Jene, die vor solche Idioten flüchten, Angst haben oder sich sonstwie bedroht fühlen, möchte ich sagen: Ihr seid bei mir immer herzlich Willkommen. Solltet ihr euch unwohl oder bedroht fühlen, so dürft ihr gerne bei mir Hilfe oder Schutz suchen. Wenn wir als offene, tolerante Menschen zusammen halten, Rücken an Rücken stehen, dann brauchen wir uns nicht zu fürchten.

Lasst uns Liebe und Weltoffenheit leben und den Nazis keine Bühnen bieten.

 

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Ein Kommentar zu „Rückblick: Frankfurter Buchmesse 2017

  1. Hallihallo Babsi,

    so ein toller Bericht. Richtig schön geschrieben 🙂
    Die Vlogs schau ich mir ein anders Mal bestimmt auch noch an. Aber den heutigen Abend nutze ich dazu, bei den ganzen Bloggern, die ich auf der Messe kennlernen durfte vorbeizuschauen.
    Einen schönen Blog hast du und ich muss unbedingt demnächst noch mehr auf Stöberkurs gehen 😀

    Bis dahin wünsche ich dir ein schönes Wochenende!

    Ganz liebe Grüße

    Pascale

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